Ortsumfahrung Bad Schönborn – eine unendliche Geschichte

Bereits in der Dezember-Sitzung wurden dem Gemeinderat die Ergebnisse einer aktualisierten Verkehrsprognose vorgestellt, nach der frühere Gutachten eindeutig bestätigt wurden, die eine deutliche Verkehrsentlastung für Bad Schönborn durch den Bau einer Umgehungsstraße prognostizieren. Die vom Kreistag von Bad Schönborn geforderte Stellungnahme, ob das Vorhaben weiter verfolgt werden solle, konnte damals nicht beschlossen werden, da das Thema in den Ausschuss für Umwelt und Technik verwiesen wurde. Dort wurde jetzt mehrheitlich beschlossen, dass dem Gemeinderat und der Verwaltung die Abgabe einer entsprechenden positiven Stellungnahme zu empfehlen. Die FW unterstützen diesen Beschluss, wir sind davon überzeugt, dass die Gemeinde dringend eine Entlastung entlang der B3 auf der Grundlage der vorhandenen Planungen benötigt. Ein Neuaufwurf der Planungen bis hin zur Suche nach neuen Finanzierungsquellen, wie seitens des Bürgermeisters gefordert, würde nur neuerliche Verzögerungen eines 40 Jahre alten Projektes bedeuten. Auch der wie ein Mantra ständig wiederholte Vorschlag der SPD einer Umfahrung nur für Mingolsheim hat keine realistische Chancen einer Umsetzung, da der Landkreis bereits mehrfach öffentlich erklärt hat, eine solche Lösung finanziell nicht zu unterstützen. Der Landkreis unterstützt nur dann Ortsumfahrungen, wenn davon eine Kommunen-übergreifende Verbesserung der Verkehrsbelastung erreicht wird, was bei einer Umfahrung nur von Mingolsheim nicht gegeben ist. Die SPD-Aussage, letztendlich werde der Landkreis oder jemand anderes doch zahlen, entbehrt jeder Grundlage. In den vielen Jahren, die die SPD diesen Vorschlag schon vorbringt, hat sie noch nie einen Beleg für diese Behauptung vorlegen können. Sie versucht somit nur, ihre Ablehnung der Ortsumfahrung zu kaschieren – den Vorschlag der SPD bezahlen die Anwohner entlang der B3 mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund beständig zunehmenden Verkehrslärms und erhöhter Abgasbelastungen sowie der Wertminderung ihrer Häuser.
Wir können uns auch des Eindrucks nicht erwehren, dass Herr Bürgermeister Huge im Grunde die Ortsumfahrung verhindern möchte, werden doch beständig Fristen und Termine ausgereizt und Stellungnahmen verzögert. So ist auch auf der Gemeinderatssitzung am 21.02. das Thema wiederum nicht auf der Tagesordnung, trotz des Beschlusses im AUT. Somit wartet der Kreistag nunmehr seit 3 Monaten auf eine Stellungnahme Bad Schönborns, wie es mit den Planungen weitergehen soll – eine Stellungnahme, die andere betroffene Gemeinden längst abgegeben haben. Wir fordern, dass das Thema auf der Gemeinderatssitzung Ende März endlich behandelt wird und danach seitens der Verwaltung die vom Kreistag geforderte Stellungnahme unverzüglich übermittelt wird.

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