Diskussion um den kommunalen Kindergarten Langenbrücken

In einer erfreulicherweise sehr sachlichen Diskussion beriet der Gemeinderat in seiner Sitzung am 25.11.2014 über den Antrag der Verwaltung, die ‚Sonnenblumen-Gruppe‘ des kommunalen Kindergartens Langenbrücken zum 1.1.2015 aus der Schulstraße in die Kraichgauhalle zu verlegen und zum Ende des KIndergartenjahres 2015/2016 ganz zu schliessen. Informieren Sie sich hier über die Hintergründe und die Stellung der Freien Wähler zu diesem Antrag.

Hintergrund des Antrags sind zum einen erforderliche Brandschutzmassnahmen in der Schulstraße, insbesondere der Einbau einer Fluchttreppe für den Brandfall, zum anderen ein Überangebot an Kindergartenplätzen in Langenbrücken. Für die Freien Wähler bezweifelte Bernhard Weckemann, ob der Gemeinderat überhaupt für den Beschluss zur Schliessung einer Gruppe zuständig sei, Aufgabe des Rates sei es, für die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl an Kindergärtenplätzen in den beiden Teilorten zu sorgen sowie auf eine wirtschaftliche Verwendung der für Kindergärten bereitgestellten Mittel zu achten. Die Frage, welcher Kindergarten mit wie vielen Gruppen arbeitet, sei dagegen eine ‚operative Entscheidung‘, die in die Zuständigkeit der Verwaltung falle. Dennoch blieb es dabei, dass der Rat über diese Frage entscheiden solle. Die Freien Wähler traten zunächst dafür ein, bei einem festgestellten Überangebot an Plätzen die Gruppe schon zum Ende des Kindergartenjahres 2015 zu schliessen, um so ca. 200 000 Euro für einen Betrieb der Gruppe bis Mitte 2016 einzusparen. Parallel hierzu sollte auf den Umzug in die Kraichgauhalle verzichtet und die erforderliche Fluchttreppe eingebaut werden, da diese vermutlich auch bei einer Folgenutzung des Gebäudes weiter erforderlich sei.
Nachdem sich aber in einer kurzen Sitzungpause ergab, dass den betroffenen Familien schon weitreichende Versprechungen für den Weiterbetrieb bis 2016 gegeben worden waren, stimmten die Freien Wähler der Fortführung der Gruppe bis 2016 zu. Der Antrag der Verwaltung, die Gruppe in die Kraichgauhalle zu verlegen, wurde von den Freien Wählern und vom Gemeinderat mit Mehrheit abgelehnt, statt dessen soll die Fluchttreppe schnellstmöglich gebaut werden.

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